Verden zeigt Gesicht

julia_vogel-6Wie funktioniert die Versorgung in den Verdener Sammelunterkünften? Welche Freizeitaktionen bietet Verden hilft e.V. für Frauen an? Werden neue Arbeitsplätze für die Geflüchteten geschaffen? Wird es auf lange Sicht eine „Überfremdung“ in Deutschland geben?

Diese und viele weitere Fragen stellten die BürgerInnen am 18. März 2016 auf dem Verdener Rathausplatz Vertretern verschiedener Gremien. Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus organisierte unser Verein in Kooperation mit WABE e.V. eine Aufklärungsveranstaltung unter dem Motto Verden zeigt Gesicht, um über die aktuelle Flüchtlingssituation sowie über Flüchtlingshilfe zu informieren und gemeinsam für ein buntes und weltoffenes Verden einzustehen. Zuvor war uns vermehrt aufgefallen, dass vor allem in den sozialen Netzwerken Halbwissen oder schlichtweg Unwahrheiten über die Flüchtlingssituation verbreitet wurden – dem wollten wir mit unserer Veranstaltung Abhilfe schaffen. Im Mittelpunkt stand eine Podiumsdiskussion, für die die Besucher anonym ihre Fragen auf Karteikarten einreichen konnten, die dann von den Teilnehmern der Diskussionsrunde beantwortet wurden. Mit dabei waren Bürgermeister Lutz Brockmann, der Leiter der Polizeiinspektion Verden-Osterholz Uwe Jordan, Pastor Dieter Sogorski, Catherine Lohmann von Verden hilft e.V. sowie Niklas Diering vom DRK und Benjamin Tari als Vertreter der Johanniter, die mit ihren Organisationen für die Betreuung in den Verdener Sammelunterkünften zuständig sind, bzw. waren.

Das Motto Verden zeigt Gesicht wurde auf dem Rathausplatz auch visuell umgesetzt – Verden hilft e.V. konnte in den vorangegangenen Wochen viele Menschen in der Stadt treffen und fotografieren, die ein Zeichen gegen Fremdenhass setzen wollten. Die Ergebnisse des Projekts, also Bilder versehen mit Statements der entsprechenden Personen, wurden dann auf der Veranstaltung ausgestellt. Bereits in den Tagen vorher wurde täglich eines der Fotos auf der Facebook-Seite von Verden hilft e.V. veröffentlicht. Für die musikalische Untermalung sorgten die Verdener Grunge-Band Mundane sowie Gitarrist Ghaith Qudsy, der Ende Oktober vergangenen Jahres als Geflüchteter aus Syrien nach Verden gekommen war. Darüber hinaus konnten die Gäste an Informationsständen, unter anderem von Amnesty International, WABE e.V. und der Polizei, ihre Fragen loswerden. So konnten wir mit unserer Veranstaltung hoffentlich ein wenig mehr Klarheit schaffen und Vorurteilen entgegenwirken.