Verden hilft e.V. zeigt „Deportation Class“ im CineCity

Abschiebungen – ein Wort, mit dem man in den vergangenen Jahren sehr häufig in den Medien konfrontiert wurde. Ein Wort mit Beigeschmack. Doch was genau steckt eigentlich dahinter? Wie verläuft eine Abschiebung und wie ergeht es den Beteiligten beider Seiten dabei? Diesen Fragen sind die Regisseure Carsten Rau und Hauke Wendler auf den Grund gegangen, woraus der Dokumentarfilm „Deportation Class“ entstand. Im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ zeigt Verden hilft e.V. am Donnerstag, 16. November, um 19 Uhr im Verdener CineCity die bewegende Dokumentation über den Umgang der deutschen Bürokratie mit abgelehnten Asylsuchenden. Der Kinosaal ist geöffnet für alle Interessierten, der Eintritt ist frei. Vor dem Hauptfilm, der eine Laufzeit von etwa neunzig Minuten hat, wird außerdem der Kurzfilm „Heldengeist“ gezeigt, der Zivilcourage thematisiert und aus der Feder unseres Vereinsmitglieds Maximilian Englisch stammt. Im Anschluss an „Deportation Class“ wird außerdem eine Podiumsdiskussion stattfinden, zu der Vertreter verschiedener Institutionen eingeladen sind, die sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit Abschiebungen befassen. Fragen allgemeiner Art können dabei gerne auch vom Publikum gestellt werden.

Noch freie Plätze für den Zauber-Workshop

Für den Zauber-Workshop am kommenden Sonnabend, 4. November, im Verdener Jugendzentrum gibt es noch einige freie Plätze. Dort will der Berliner Zauberkünstler Tobias Dostal geflüchteten und ortsansässigen Kindern im Alter von zehn bis vierzehn Jahren mit alltäglichen Hilfsmitteln einfache Tricks beibringen und so gleichzeitig mit ihnen entdecken, was Menschen aller Kulturen begeistern kann. Einen kleinen Einblick in sein magisches Können gewährt Tobias im obigen Video. Anmeldungen können noch bis einschließlich Donnerstag, 2. November, per Mail an p.steffens@verden-hilft.de erfolgen.

An dieser Stelle möchten wir außerdem die Möglichkeit nutzen, das Bündnis „Niedersachsen packt an“ näher vorzustellen, das derzeit an mehreren Orten im Bundesland partizipative Kulturprojekte in Kooperation mit regionalen Veranstaltern – im Fall des Zauber-Workshops im Jugendzentrum gemeinsam mit Verden hilft e.V. – anbietet, um über die Kunst einen kreativen Dialog und ein gemeinschaftsstiftendes Erlebnis für geflüchtete und ortsansässige Menschen zu schaffen. „Niedersachsen packt an“ ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der beiden christlichen Kirchen, der Unternehmerverbände Niedersachsen und der Niedersächsischen Landesregierung. Gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden, den großen Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen, den im Niedersächsischen Landtag vertretenen Parteien, Unternehmen, Kammern, zahlreichen Verbänden und Einzelpersonen soll so die Integration all derer vorangebracht werden, die vor Krieg, Terror und politischer Verfolgung nach Niedersachsen geflohen sind und hierzulande eine Perspektive für ihre Zukunft suchen.

Sprechstunden am Mittwoch und Donnerstag entfallen

Leider sind wir in dieser Woche in der Kleiderkammer krankheitsbedingt unterbesetzt, sodass am Mittwoch, 25. Oktober, sowie Donnerstag, 26. Oktober, keine regulären Sprechstunden und Kleiderausgaben stattfinden können. Wer allerdings schon vorher einen Termin ausgemacht hatte, kann trotzdem vorbeikommen. Voraussichtlich wird die Geschäftsstelle von Verden hilft e.V. ab der kommenden Woche wieder zu den gewohnten Zeiten geöffnet sein. Andernfalls geben wir die Änderungen auf unserer Homepage und der Facebook-Seite bekannt.

Zauber-Workshop für Zehn- bis Vierzehnjährige

Es wird magisch im Verdener Jugendzentrum: Verden hilft e.V. veranstaltet am Sonnabend, 4. November, zusammen mit dem Berliner Zauberkünstler Tobias Dostal einen Workshop, bei dem Kinder und Jugendliche allerhand mystische Kunststücke lernen können. Dabei werden allerdings nicht im großen Stil Zuschauer zersägt, sondern es geht um einfache Zaubertricks, mit denen die Teilnehmer hinterher ihre Freunde auf dem Schulhof beeindrucken können. Der Workshop richtet sich an Zehn- bis Vierzehnjährige, gleich welcher Herkunft, um durch die gemeinsame Sprache der Zauberei auch das kulturelle Miteinander zu fördern. Das Zaubertraining beginnt um 9.30 Uhr und wird gegen 15.30 Uhr von einer Vorführung des Erlernten gekrönt, zu der die Familien und alle Interessierten eingeladen sind. Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos und wird vom Aktionsbündnis „Niedersachsen packt an“ getragen, dessen Partner Verden hilft e.V. ist. Anmeldungen werden bis zum 29. Oktober per Mail an p.steffens@verden-hilft.de entgegengenommen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Fotos vom interkulturellen Picknick

Dass Verden eine bunte und weltoffene Stadt ist, stellten die zahlreichen Besucher beim interkulturellen Picknick von Verden hilft e.V. gestern im Allerpark einmal mehr unter Beweis. Es wurde Fußball und Wikingerschach gespielt, geklönt und zusammen gegessen. Der guten Stimmung konnten auch zwei Regenschauer keinen Abbruch tun, die lediglich dafür sorgten, dass die Anwesenden unter den Pavillons näher zusammenrückten. Viele Gäste trugen etwas zum Buffet bei, die jüngeren unter ihnen konnten sich mit dem Inhalt des „Weltenbummlers“ vergnügen, einem Autoanhänger voller Kinderspielzeug, mit dem die Mitglieder des DRK zum Picknick angereist waren. Andi und Silvia von den „Krawallis“ bespaßten mit ihrem Mitmach-Zirkus Jung und Alt, der Verdener Gitarrist Tim Grebe sorgte für die musikalische Untermalung. Weit mehr als hundert Ehrenamtliche, Geflüchtete und Interessierte seien über den Tag verteilt beim Picknick gewesen, so Birgit Behrmann, 1. Vorsitzende von Verden hilft e.V. Und interkulturell war es wahrhaftig. „Wir hatten Gäste aus Österreich, Großbritannien, Marokko, Somalia und vielen weiteren Ländern“, freute sich Behrmann. „Es war ein wirklich toller Tag.“

Wir danken allen Gästen und Mitwirkenden dafür, dass ihr das Picknick unvergesslich gemacht habt, sowie unserem Vereinsmitglied Maximilian Englisch für die schönen Fotos.

Interkulturelles Picknick im Allerpark

Auch wenn Verden hilft e.V. in diesem Jahr erstmals kein Begegnungsfest veranstaltet, ist der 3. Oktober dennoch ein Tag, den viele Mitglieder damit verbinden und der dem Verein viel bedeutet. Daher möchten wir ihn trotzdem auch 2017 mit den Ehrenamtlichen, Geflüchteten und allen Interessierten aller Altersgruppen feiern, wenn auch in kleinerer Runde. Dazu haben wir von der Stadt das „Go“ erhalten, zu einem interkulturellen Picknick im Verdener Allerpark einzuladen. Die Idee ist ganz einfach: Jeder bringt etwas zum Essen oder Trinken mit und gesellt sich mit einer Decke oder einem Klapptisch dazu. Wir wollen gemeinsam essen und klönen und so ein Zeichen setzen, dass jeder Mensch in Verden willkommen ist und wir für ein offenes und tolerantes Miteinander stehen. Außerdem wird der Verdener Gitarrist Tim Grebe wird für die musikalische Untermalung sorgen. Wir freuen uns darauf, euch am Tag der Deutschen Einheit zwischen 12 und 15 Uhr im Allerpark zu sehen!

Unterstützung für die Oase gesucht

Unsere Ehrenamtlichen von der Flüchtlingsoase sind dringend auf der Suche nach weiteren Helfern, die sie bei der Betreuung des Sprachcafés unterstützen können. In den Räumlichkeiten der Landeskirchlichen Gemeinschaft e.V. an der Georgstraße 15a finden sich dort unter der Woche täglich zahlreiche Geflüchtete ein, um gemeinsam in gemütlicher Atmosphäre ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Die Öffnungszeiten der Flüchtlingsoase sind montags bis freitags von 10 bis 11.30 Uhr. Wer Interesse hat, sich dort zu engagieren, kann sich gerne telefonisch bei Koordinatorin Iris Guth unter 04231/4121 oder per Mail an oase@verden-hilft.de melden und dabei natürlich auch Wunsch-Wochentage angeben. Wir freuen uns über jede helfende Hand!

Beratungssprechstunde „Schule“

Die Sommerferien sind vorbei, der Ernst des Lebens geht wieder los oder fängt gerade erst an – oft kommen da noch kurzfristig Fragen oder Probleme auf, es fehlen Lernmaterialien, wichtige Formulare müssen ausgefüllt werden. Das kann vor allem geflüchtete Familien überfordern. Wer von ihnen noch Unterstützung braucht oder Bücher, Hefte und Schreibmittel bestellen muss, kann am Sonnabend, 5. August, in der Kleiderkammer von Verden hilft e.V. vorbeikommen. Sandra Bruns, Beisitzerin für Jugend und Integration, steht dort von 16 bis 18 Uhr für Fragen rund um das Thema Schule bereit. Schüler bringen bitte ein Elternteil mit.

Zwei erfolgreiche Fußballturniere

hinten v.l.n.r.: Emal Odmani, Akhtar Safi, Mahdi Wahid, Dlar Ido, Hussein Alqaraqoli, Delgech Mahmoud (Trainer), Pierre Melchers (Teamchef); vorne v.l.n.r.: Safiullah Safi, Rathwan Alradi, Pizan Seef, Hakar Ido, Nawaf Khiro, Vahan Omar, Mobarak Edobadir; [Foto: SV Hönisch]

Hatten die Kicker von Verden hilft e.V. zuvor noch nie Turniererfahrung gesammelt, konnten sie in den vergangenen beiden Wochen gleich zweimal Wettbewerbsluft schnuppern. Im Rahmen der jährlichen Sportwoche des SV Hönisch traten die Hobbyfußballer beim Turnier der Reservemannschaften sowie der Firmen-, Behörden- und Freizeitmannschaften an – und das mit Bravour! Bei letztgenanntem Turnier am vergangenen Freitag traten 22 Teams in vier Gruppen an, Verden hilft e.V. kämpfte sich bis ins Finale vor und konnte dies schließlich nach einem spannenden 9-Meter-Krimi (auf dem Kleinfeld) mit 3:2 Toren für sich entscheiden.

Zu beiden Turnieren war Verden hilft e.V. mit genügend Spielern angereist, um gleich zwei Mannschaften an den Start schicken zu können. Mit dabei waren afghanische, syrische, irakische, somalische und sudanesische Geflüchtete im Alter zwischen 16 und 30 Jahren, die sich einmal pro Woche treffen, um zu trainieren. „Wir wollten einfach mal sehen, wo wir nach drei Monaten Training stehen“, erzählt Teammanager Pierre Melchers. Einen Punkt in der Gruppenphase zu holen sei das bescheidene Ziel gewesen, das auch beim Turnier der Reservemannschaften weit übertroffen wurde. Als einzige Teilnehmer, die nicht aus einem Sportverein stammen, konnte zumindest die erste Mannschaft von Verden hilft e.V. souverän einen Gruppensieg erringen, schied dann aber im Viertelfinale unglücklich nach einem 9-Meter-Schießen gegen den TSV Wulsdorf aus. Stolz ist Pierre Melchers auf seine Freizeitkicker allemal: „Es hat sich bei uns ein richtiger Mannschaftsgeist entwickelt!“

 

Herforder Nordstadtdrachen zu Besuch in Verden

„Wir sitzen alle im selben Boot“ – ein Sprichwort, das die Herforder Nordstadtdrachen e.V. wörtlich genommen und zum Motto eines Integrationsprojektes erklärt haben, welches sie vom 15. bis 29. Juli durchführen. Dabei reisen 25 junge Teilnehmer aus zehn Nationen zusammen mit einigen Organisatoren auf einem nachgebauten Wikingerschiff sowie drei Beibooten von Vlotho nach Bremerhaven und machten dabei auch in Verden Halt. Am Mittwochabend legte die Gruppe aus Ostwestfalen am Allerufer an und kampierte auf dem Gelände des Wassersportvereins, wohin sie am nächsten Tag Verdener Geflüchtete und Ehrenamtliche von Verden hilft e.V. zu einer gemütlichen Grillrunde einluden. Es wurde zusammen gegessen, gelacht, musiziert und getanzt. Als Höhepunkt durften die Verdener eine Runde mit dem Wikingerschiff „Skua“ auf der Aller drehen.

Am Freitag revanchierte sich Verden hilft e.V. für die Einladung mit einer ganz besonderen Stadtführung, die für die Herforder mit einem Empfang am Rathaus durch Bürgermeister Lutz Brockmann begann. Weiter ging es in Begleitung des Pastors Dieter Sogorski durch die Stadt in Richtung Dom, welchen er den 12- bis 23-jährigen Teilnehmern und ihren Betreuern auch von innen präsentierte. Anschließend konnte die Gruppe einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der aktuell stattfindenden Domfestspiele werfen, die ihnen Gabriele Müller, Vorsitzende des Theatervereins, vorstellte.

Wir danken Lutz Brockmann, Dieter Sogorski und Gabriele Müller für ihre Gastfreundlichkeit und die Zeit, die sie sich für die Stadtführung genommen haben! Und natürlich danken wir vor allem den Nordstadtdrachen für ihren Besuch und den spaßigen, aber auch informativen Austausch mit ihnen. Besonders freuen wir uns als Verein über eine Einladung nach Herford im kommenden Jahr, der wir sehr gerne folgen werden!

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